Voraussetzung dafür, die Pläne der Industrie während des Wiederaufbaus nach dem 2. Weltkrieg zu verwirklichen, war das Vorhandensein von Elektrizität. Es hatte sich schon vor dem Krieg gezeigt, dass Honningsvåg nicht genügend Kapazität hatte. Man war bereits damit beschäftigt gewesen, Pläne für den Ausbau des Repvåg-Wasserkraftwerks auszuarbeiten, bevor die schrecklichen Kriegsereignisse begannen. Der Ausbau des Kraftwerks startete 1947 mit dem ersten Bauabschnitt, der 1953 abgeschlossen war. Der zweite Bauabschnitt folgte 1957 und der 3. Bauabschnitt 1966, als das Kraftwerk und das Stromnetz im wesentlichen fertig gestellt war. Allerdings wartete man, bis Repvåg Elektrizitätswerk, „Repvåg Kraftlag“, zusammen mit Honningsvåg Elektrizitätswerk ein Gemeinschaftsbetrieb wurde. Dieser wurde 1951 gegründet. Der Gemeinschaftsbetrieb übernahm einen der Hilfsmotoren des deutschen Schlachtkreuzers „Tirpitz“. Aber die Stromerzeugung mit dem Dieselaggregat war teuer. Als die Stromlieferungen von Seiten des Repvågwerks am 1. November 1953 beginnen konnten, wurde im Gemeinschaftsbetrieb mit dem Elektrizitätswerk Honningsvåg die Abwicklung so geordnet, „um den Forderungen der Verbraucher nach billigerem Strom entgegenzukommen“. Der Tirpitz-Generator kam noch lange Jahre als Reserve für den Strombedarf auf Magerøya zum Einsatz. Er wurde auch in Abstimmung mit anderen in Anspruch genommen, und dadurch wurde Tirpitz-Strom sogar ganz bis nach Oslo verkauft. Quelle: „Nordkapp - eine Fischereigemeinde“ von Einar Richter Hansen